Merken 30/09/2016 20:00 30/09/2016 22:00 Europe/Berlin UN SOLO COLORE Joerg Burger erkundet in seinem Dokumentarfilm UN SOLO COLORE die gespenstisch stillen Gassen und verfallenen Hausfronten von Camini, einem Ort im kalabrischen Hinterland in dem Giusi und Rosario einen „Ort der Ankunft" für viele Flüchtlinge eingerichtet haben. Filmstudio im Stadtkino, Rathausplatz 1, 9500 Villach Filmstudio Villach false DD/MM/YYYY
Film & Diskussion

UN SOLO COLORE

Kärnten, Villach
Datum   Uhrzeit   Freie Plätze  
30.09.2016   20:00–22:00   Frei verfügbar  
Filmstudio im Stadtkino, Rathausplatz 1, 9500 Villach

Inhalt

Joerg Burger erkundet in seinem Dokumentarfilm UN SOLO COLORE die gespenstisch stillen Gassen und verfallenen Hausfronten von Camini, einem Ort im kalabrischen Hinterland in dem Giusi und Rosario einen „Ort der Ankunft" für viele Flüchtlinge eingerichtet haben.

Ich suche Zuflucht beim Herrn der Morgendämmerung", steht in arabischer Schrift auf dem Schiff, das zu Filmbeginn schief im Hafen lehnt.

Joerg Burger erkundet in seinem Dokumentarfilm UN SOLO COLORE die gespenstisch stillen Gassen und verfallenen Hausfronten von Camini, ein Ort im kalabrischen Hinterland in dem Giusi und Rosario einen „Ort der Ankunft" für die vielen Flüchtlinge eingerichtet haben. Statt in einem zentralisierten Auffanglager werden derzeit 76 Asylwerbende in den vielen leerstehenden Wohnungen des Dorfs Camini untergebracht. Statt ihre Zeit mit Warten zu fristen, können die Angekommenen im Rahmen des Projekts in der brachliegenden örtlichen Agrarwirtschaft mitarbeiten.

Joerg Burger untersucht diese Verschränkung von humanitärer Hilfe und Ortsbelebung und findet Spuren einer Kontinuität von Migrationsbewegungen: In der Nachkriegszeit setzte die Wirtschaftsflucht weg aus dem armen italienischen Süden nach Turin, Deutschland, Argentinien ein. Damals bekannte Begleiterscheinungen wie Auswanderer-Depression und Magengeschwür sind älteren Einwohnern noch bekannt. Nicht nur diese Erinnerungen helfen den Bewohnern von Camini die Aufnahme von Migranten als Chance zu sehen. Der mehrfach ausgezeichnete österreichische Dokumentarfilmer Joerg Burger wirft an Hand des Best-Practice-Beispiels von Camini einige triftige Fragen zur Aufnahmepolitik Europas auf, die über die Notwendigkeiten schieren Überlebens hinausgehen. Darüberhinaus erschafft er ein wunderschön fotografiertes Portrait eines Dorfes, welches am scheinbaren Rande der Welt sein Zentrum wiederfindet.

Der Eintritt ist frei, die 98 verfügbaren Plätze werden in der Reihenfolge des Eintreffen vergeben.

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